Mitgliedschaft im Gesunde Städte-Netzwerk (GSN)

Sektor:

Kommunalverwaltung

Modellkommune:

Rheine

Ideengeber:

Stadt Rheine, Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH (EWG)

Ausgangslage:

Gesundheitsförderung und Prävention sind wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie überall dort stattfinden soll, wo Menschen leben, lernen und arbeiten. Gesundheitsförderung kann und sollte daher genauso in den Kommunen stattfinden, wie im Betrieb. Doch oftmals kommen die Maßnahmen nicht im Alltag der Menschen an. Es braucht eine engagierte Kommunalpolitik, um die gesundheitsförderlichen Maßnahmen im Wohnquartier, Schulen und Kitas sowie Vereinen, Alteneinrichtungen und Gesundheitsinitiativen mit öffentlichen Diensten der Daseinsvorsorge auszubauen. Das Gesunde Städte-Netzwerk (GSN) tritt dafür ein, dass die Gesundheitsförderung tatsächlich im Alltag der Menschen ankommt.

Ziel:

Gegründet 1989 umfasst das „Gesunde Städte-Netzwerk“ (GSN) mittlerweile mehr als 90 Kommunen, in denen insgesamt über 24 Millionen Menschen leben. Ziel des Netzwerkes ist es, Städte und Gemeinden miteinander zu vernetzen, die Gesundheit als kommunale Aufgabe verstehen, sich fachlich austauschen möchten und nach geeigneten Ansätzen der Gesundheitsförderung und -versorgung auf kommunaler Ebene suchen. Dabei wird Gesundheit ganzheitlich, also mit all seinen Einflüssen aus der Gesundheitsförderung, Vorsorge, Soziales, Bildung, Umwelt, Stadtentwicklung und Arbeit und Wirtschaftsförderung, verstanden. Die Vernetzung und der Austausch erfolgt über Fachveranstaltungen zur kommunalen Gesundheitspolitik, die Durchführung von Modellprojekten, informelle Beratung oder Kontaktvermittlungen zu Fachgesellschaften, Institutionen, Verbänden oder Vereinen.

Umsetzung:

Rheine ist seit 2016 aktives Mitglied im Gesunde Städte-Netzwerk. Angesiedelt ist die Mitgliedschaft bei der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH. Voraussetzung der Mitgliedschaft ist ein förmlicher Beitrittsbeschluss des Rates der Gemeinde, der Stadtverordnetenversammlung oder des Kreistages. Darüber hinaus erfordert die Mitgliedschaft einige inhaltliche Voraussetzungen und Bemühungen seitens der Kommune, sich aktiv mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen zu wollen.