Bezahlbarer Wohnraum in Rheine

Sektor:

Sektorenübergreifend

Modellkommune:

Rheine

Ideengeber:

Wirtschaftsförderung Stadt Rheine

Ausgangslage

Akteur:innen der Projektworkshops haben bezahlbaren Wohnraum als Hindernis für den Beginn einer Ausbildung benannt. Häufig reicht das Ausbildungsgehalt nicht aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Dies gilt auch für die Stadt Rheine, die mit der zweitgrößten Stadt im Münsterland (nach Münster) ein beliebter Wohnort zwischen den Großstädten Münster und Osnabrück ist und einen hohen Mietspiegel vorweist. Zahlreiche medizinische Einrichtungen und auch eine Hochschule, mit dem Fokus auf Gesundheitsberufe, ziehen junge Menschen für eine Ausbildung oder Studium an. Viele davon müssen allerdings nach Rheine pendeln und für noch weiter entfernt lebende Menschen sind die Bedingungen immer wieder ein Ausschlusskriterium.

Ziel:

Es gilt zu prüfen, wie bezahlbarer Wohnraum in Rheine zur Verfügung gestellt werden kann. Verschiedene Konzepte von finanziellen Unterstützungen, Werkswohnungen oder Neubauprojekte sind denkbar. Letztlich sollen so auch potenzielle Fachkräfte außerhalb der Kommune angezogen werden.

Umsetzung:

Im ersten Schritt können durch Befragungen der medizinischen und pflegerischen Einrichtungen der Bedarf abgefragt werden und erste Einschätzungen über die Umsetzbarkeit getroffen werden. Auch eine Befragung von Verantwortlichen in der Baubranche, in Form von Experteninterviews, scheint sinnvoll – die Kommune kann so das Investitionsrisiko an kommerzielle Betreiber abgeben. Diese Erhebungen können auch durch professionelle Anbieter in Form einer Machbarkeitsstudie durchgeführt und kalkuliert werden. [Bedingt durch die Coronakrise und Krieg in der Ukraine, ist die Inflation für alle Gewerke stark gestiegen und die Planung für bezahlbaren Wohnraum derzeit sehr schwierig geworden. Sobald sich die Lage wieder beruhigt, können Bauprojekte wieder in den Fokus genommen werden.]