Praxisvermittlung dank Immobilienbörse

Sektor:

Standortmarketing

Modellkommune:

Rheine

Ideengeber:

Wirtschaftsförderung Rheine

Ausgangslage

Die Kommune Rheine hat laut KVWL aktuell einen Versorgungsgrad von 99,4 Prozent. Dabei sind von den 53 praktizierenden Hausärzten jedoch ca. 40 Prozent über 60 Jahre alt und davon wiederum 17 Prozent über 70 Jahre alt. Die ärztliche Versorgung ist folglich nur auf begrenzte Zeit gesichert und es besteht akuter Handlungsbedarf. Als eine der ausgewählten Modellkommunen im Projekt „KommKom“, bei der die Wirtschaftsförderung zudem Projektpartnerin ist, wurden in den Workshops die oben genannten Themen aufgegriffen. In der Arbeitsgruppe für Mediziner kam die Problematik auf, dass die Verfügbarkeit von Immobilien für Praxen ein Problem darstellen.

Ziel:

Die Städte und Gemeinden im ländlichen Raum wollen unbesetzte Arztsitze in ihren Kommunen vermeiden, um eine gute Versorgung der Bevölkerung garantieren zu können. In einigen Regionen ist dies bereits ein großes Problem und Patienten und Patientinnen müssen weite Wege auf sich nehmen, da die Hausärzte vor Ort keine weiteren Patienten aufnehmen oder bereits geschlossen haben. Langfristig sorgt dies für einen Wegzug, was wiederum den Fachkräftemangel für die ansässigen Unternehmen verstärkt.

Umsetzung:

Im Rahmen der Workshops, die in Rheine durchgeführt wurden, wurde das Immobilienportal der Wirtschaftsförderung zum oben skizzierten Problem erwähnt, welches kostenfrei nutzbar ist. Wenige Wochen später ergab sich dadurch die Anbahnung von einer Ansiedlung im Stadtteil Mesum (siehe verlinkter Pressebericht). Ausschlaggebend für die Entscheidung des Hausarztes waren unter anderem die zentrale Lage die gut zugeschnittenen Räumlichkeiten und die guten Investoren- und Vermieterbedingungen. Die Wirtschaftsförderungen können durch ihre Aktivitäten im Flächen- und Immobilienbereich folglich einen wichtigen Beitrag bei der Vermittlung von Praxisräumen leisten.