Versorgung Trifft Tourismus

Sektor:

Medizin und Therapie

Modellkommune:

Lengerich - Lienen - Ladbergen - Tecklenburg

Ideengeber:

Kommunalverwaltung Lengerich

Ausgangslage

Die Modellkommune Lengerich, Lienen, Ladbergen und Tecklenburg (LLLT) profitiert von seiner besonderen Lage im Münsterland. Naturbelassene Auen, große Wälder des Naturparks „Teutoburger Wald“ und die bergig-markante Topologie des Höhenzugs machen die Region zu einem Naherholungsmagneten. Der Tourismus ließe sich, nach den Vorstellungen der Teilnehmer:innen der Projektworkshops, auch auf den medizinischen Sektor ausweiten. Eine ganz neue Zielgruppe würde man ansprechen, wenn man zum Beispiel eine Dialyse-Station mit dem Faktor der Naherholung und den vielfältigen Möglichkeiten in der Modellkommune verbindet. Diese dürften häufig privat versichert sein und sich durch ein erweitertes Angebot angesprochen fühlen. Neben dem Wirtschaftsfaktor Tourismus, der für die Einrichtungen und die Kommunen interessant ist, steht das Wohl der Patienten und ihrer Angehörigen im Vordergrund. Aber auch im Hinblick auf die Fachkräfte, könnte das Konzept punkten. Denn eine Fokussierung als Serviceanbieter für Patienten führt zu einem Alleinstellungsmerkmal in der Region, welches für medizinische, pflegerische und therapeutische Fachkräfte attraktiv sein könnte.

Ziel:

Der Lösungsansatz verbindet zwei wirtschaftliche Faktoren der Modellkommune LLLT miteinander: Gesundheitswesen und Tourismus. Eine Stärkung beider Sektoren würde sich nachhaltig positiv auf die Region auswirken und zu einer noch positiveren Wahrnehmung über die Grenzen des Münsterlandes hinaus führen. Ein ähnlicher Lösungsansatz wurde im Übrigen auch in der Modellkommune Bocholt-Isselburg-Rhede verfasst.

Umsetzung:

Kliniken, Versorgungszentren und andere medizinische Einrichtungen müssten auf der einen Seite für ein Angebot sorgen. Dieses sollte die besonderen Umstände der potenziellen Gäste, bzw. Patienten, berücksichtigen. Dazu gehören beispielsweise mitreisende Angehörige, Hol- und Bringdienste und medizinisch geschultes Personal für den Part der Freizeitaktivitäten. Andererseits muss sich die Modellkommune gemeinsam und einheitlich präsentieren. Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Agenturen scheint ratsam, um das neue Konzept in anderen Teilen des Landes zu bewerben. Da die Kommunen ihre Angebote schon über viele Jahre ausgebaut haben, ist der Aufwand eines Re-Brandings und einer Bündelung überschaubar. Ähnliche Konzepte wurden bereits in Bayern, Texel und Österreich umgesetzt, an diesen Beispielen könnten sich die Kommunen gut orientieren.