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In Kürze

Das Projekt „Plattform Gesundheitsregion Münsterland – Kommunale Versorgungskompetenz stärken (KommKom)“ möchte Kommunen aus dem Münsterland hinsichtlich des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen sensibilisieren, aktivieren und gemeinsam mit unterschiedlichen Akteuren aus der Branche Lösungswege für diese Problematik erarbeiten.

KommKom hat eine Laufzeit von drei Jahren (Januar 2020 – Dezember 2022) und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Hintergrund

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist allgegenwärtig und betrifft sowohl die medizinischen als auch die pflegerischen und therapeutischen Berufsfelder. Insbesondere ländlich geprägte Regionen stehen vor der großen Herausforderung, die Gesundheitsversorgung langfristig sicherzustellen und kontinuierlich zu verbessern. Die Gründe hierfür sind vielfältig: der demografische Wandel, der Anstieg der Pflegebedürftigkeit, die fehlende Attraktivität von Pflegeberufen und vieles mehr. Die Notwendigkeit sich dieser Herausforderung zu stellen und einer möglichen Unterversorgung frühzeitig entgegenzuwirken ist umso dringlicher: Denn eine gute medizinische Infrastruktur sowie eine flächendeckende gesundheitliche Versorgung tragen bereits heute und in Zukunft noch stärker dazu bei, wirtschaftliche Strukturen in einer Region zu stärken und zu erneuern. Im Hinblick auf den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen im Münsterland können in den kommenden fünf Jahren erhebliche Defizite in der gesundheitlichen Versorgung entstehen. Warum?

  • viele Hausärzte im Münsterland sind über 60 Jahre alt
  • medizinischer Nachwuchs lässt sich eher in städtischen Gebieten nieder
  • Pflegebedürftigkeit nimmt zu (Baby-Boomer-Generation wird alt)
  • Pflegeberufe sind eher unattraktiv

Was wollen wir?

Unter den Vorzeichen der perspektivischen Unterversorgung beschäftigt sich das Projekt KommKom mit der Stärkung kommunaler Versorgungskompetenzen im Bereich der ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung. Konkret geht es um die Frage:

Was können Kommunen tun, um die (personelle) medizinische Infrastruktur sicherzustellen?

Das Projekt versteht sich als ergänzender Baustein zu den Richtlinien der Kassenärztlichen Vereinigung und richtet sich primär an Kommunen und kreis­freie Städte im Münsterland. Neben den Kommunen werden auch interessierte Leistungserbringer und KMUs in den Entwicklungsprozess eingebunden. Konkretes Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von Lösungsansätzen und Marketinginstrumenten für Kommunen, die dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen entgegenwirken können. Auf der interaktiven Plattform „Gesundheitsregion Münsterland“ werden diese Maßnahmenempfehlungen bereitgestellt. Die Plattform soll den Kommunen im Münsterland Möglichkeiten aufzeigen, ihr bestehendes Angebots-Portfolio mit für die Region notwendigen und zielführenden Maßnahmen zu ergänzen, um schließlich ihren Bürgerinnen und Bürgern eine medizinische Infrastruktur zu gewährleisten.

Das Projekt wird in insgesamt fünf Kommunen aus dem Münsterland durchgeführt. Die erste Modellkommune ist Rheine-Neuenkirchen. Die weiteren Modellkommunen sind noch nicht final ausgewählt.

Ziele

Entwicklung von bedarfsgerechten Lösungsansätzen und Handlungsempfehlungen für die Region

Neue, innovative Marketingtools zur Gewinnung von Fachkräften aus dem Gesundheitswesen

Vernetzung mit Vertretern aus der regionalen Gesundheitswirtschaft

Sicherstellung und Steigerung der Standortqualität

Projektpartner

Das Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland e.V. (Gewi) ist Leadpartner in diesem Projekt. Zentrale Umsetzungspartner sind die Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rheine mbH (EWG) und die Fachhochschule Münster. In der ersten Phase des Projekts werden von der FH Münster Bedarfsplanungsdaten als Basis für die Entwicklung von Handlungsempfehlungen systematisch aufbereitet. Daran anknüpfend erfolgt die Hervorhebung, (Weiter-)Entwicklung und Optimierung von zielgruppenspezifischen und situationsabhängigen Unterstützungsangeboten mit einer Fokussierung auf Infrastruktur und telemedizinische Lösungsansätze in lokalen Versorgungsnetzwerken. Dies findet in Workshops statt, die zur Sensibilisierung und Aktivierung von kommunalen Akteuren, regionalen Stakeholdern aus der Wirtschaft, der Gesundheitsversorgung und aus der Bürgerschaft dienen (Gewi). Parallel wird eine interaktive Plattform „Gesundheitsregion Münsterland“ entwickelt mit kreativen, neuen Ansätzen und konkreten Marketinginstrumenten, um Gesundheits- und Pflegeberufe attraktiver zu machen und Auszubildende sowie Fachkräfte für die Region zu gewinnen (Gewi & EWG Rheine). Neben dieser Marketingtoolbox umfasst die Plattform die entwickelten Handlungsempfehlungen und geschaffenen Kommunikationsstrukturen.

Kontakt

Ramona Riemann

Projektmanagerin
Tel.: +49 251 980 1123
E-Mail: riemann@gewi-muensterland.de

Nicola Grade KommKom-Projektleitung Marketing

Nicola Grade

Projektleitung Marketing
Tel.: + 49 251 980 1124
E-Mail: grade@gewi-muensterland.de

Tobias Becker FH Münster Datenanalyse

Tobias Becker

Projektleitung Datenanalyse
Tel.: + 49 251 8365883
E-Mail: t.becker@fh-muenster.de